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Halskette aus 152 farbigen Glasscheiben, Ägypten, 30 v. Chr. – 200 n. Chr. © Victoria & Albert Museum, London

Rosenfenster der Kathedrale von Lausanne ©LT/Jacques Straesslé

Pyramide Louvre

Spiegelsaal, Versailles

Geschichte

Obsidian

Dicke Lavaströme, reich am glasbildenden Element Siliziumdioxid, sind der Ursprung des Obsidians. Undurchsichtig oder leicht durchscheinend, variiert seine Farbe von grau bis dunkelgrün, rot bis schwarz. Der Mensch nutzt dieses natürliche Glas seit der Jungsteinzeit, etwa 8000 v. Chr. Obsidian wurde nicht nur zur Herstellung von Waffen oder Schneidewerkzeig verwendet, sondern auch für Schmuck, da er trotz seiner Härte relativ leicht zu schneiden ist.

Ägypter, Griechen und Römer

Ungefähr um 4000 v. Chr.? Die Forschung ist sich nicht einig über das genaue Datum, an dem der Mensch das Material Glas zähmte.

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Im Mittelalter

Die Erfindung eines Metallrohrs, der «Glasmacherpfeife», zum Ausblasen der Glasmasse ermöglichte es, schnellere, billigere und größere Glasbehälter mit dünneren Wänden herzustellen.

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Die Verbreitung von Glas

Im 17. und 18. Jahrhundert verbreitete sich die Verwendung von Glas im Bau und in der Dekoration. Die Entdeckung von Gussglas (eine Masse aus geschmolzenem Glas, die auf einen Tisch gegossen und mit Hilfe einer Metallwalze in eine Glasplatte verwandelt wird) ermöglichte die Produktion in grossem Massstab.

Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte Thomas Edison die Erzeugung von elektrischem Licht mit Hilfe von Glasbirnen. Die Entwicklungen in der Technik, sowie Fortschritte auf den Gebieten der Chemie und der Thermodynamik in dieser Zeit, ermöglichten die Mechanisierung der Glasproduktion.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Produktion durch die neuen Verfahren des kontinuierlichen Walzens und Streckens industrialisiert. 1959 erfand Alastair Pilkington das Float-Verfahren: Am Ofenauslauf wird die Glasschmelze kontinuierlich auf ein Zinnbad gegossen, wo sie ein auf der Oberfläche schwebendes Band bildet. Das Ergebnis ist ein besonders hochwertiges, glattes Glas. Die heutigen Mittel ermöglichen die Herstellung von Glas mit sehr unterschiedlichen Dicken (zwischen 0,4 und 25 mm).

Literaturverzeichnis

Heidi Amrein, Die Anfänge der Glasverarbeitung in der Schweiz, Kunst + Architektur in der Schweiz, 2007.4

Cécile Dumas, L'Egypte, l'autre berceau du verre, Sciences et Avenir, Paris, 17/06/05

Sabine Melchior-Bonnet, Histoire du miroir, Hachette Littératures, 1998

Pascal Richet, L’âge du verre, Découvertes Gallimard techniques, 2000

Etienne Vernaz, Le verre de l’Antiquité à nos jours, conférence Visiatome Fête de la Science, 2011

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