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Temperglas

Es gibt zwei Behandlungsverfahren:

-        Thermisches Vorspannen: Das fertig geschnittene oder geformte Glas wird fast bis zur Erweichung (ca. 600°) erhitzt und seine Oberfläche anschliessend schnell abgekühlt (Abschrecken durch Luftstoss oder Kaltbad). Dabei entstehen an der Oberfläche Druckspannungen, im Kern hingegen Zugspannung. Durch das Vorspannen erhält das Glas eine ausgezeichnete Bruchfestigkeit (gegen thermische oder mechanische Beanspruchung). Gehärtetes Glas ist sehr widerstandsfähig, aber nicht unzerbrechlich; es ist an den Rändern besonders zerbrechlich. Wenn es bricht, zersplittert es in eine Vielzahl kleiner Fragmente, die jedoch weniger scharfkantig sind als normale Glassplitter: Die Verletzungsgefahr ist daher sehr gering.

-        Chemisches Vorspannen: Hierbei handelt es sich um einen Ionenaustausch zwischen dem Glas und einem heißen Salzschmelzbad (Kaliumionen ersetzen Natriumionen); beim Abkühlen des Glases werden Spannungen an der Oberfläche des Glases erzeugt. Dadurch wird die mechanische Widerstandsfähigkeit des Glases verbessert. Dieses Verfahren ist teurer als das thermische Vorspannen.

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