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Öfen

Der Schmelzofen ist der Tiegel, in dem das Glas aus der Mischung der Materialien hergestellt wird.

In einem Tiegelofen oder Hafenofen werden vier aufeinanderfolgende Schritte durchgeführt: Rauschmelze (Übergang der Materialien in den flüssigen Zustand), Läuterung (Beseitigung der Gase, die durch die chemische Reaktion beim Schmelzen entstehen), Homogenisierung der Masse, sowie thermische Konditionierung (Absenkung der Temperatur, um die Schmelzmasse verwendbar zu machen). Die Temperatur beträgt im Allgemeinen 1200 bis 1600°C, und 1000 bis 1300°C für die letzte Phase.

Das Verfahren geht bis in die Antike zurück. Die Glasi Hergiswil in der Schweiz verwendet noch immer diesen Ofentypus. Nach 5 bis 7 Jahren Gebrauch muss der Ofen abgeschaltet, abgekühlt und abgerissen werden. Es dauert zwei Monate, ihn von Hand wieder aufzubauen.

Mit einemWannenofen können all diese Arbeiten kontinuierlich durchgeführt werden. Die Glasmasse fliesst in einen langen feuerfesten Korridor, in dem die Herstellungsschritte durchgeführt werden. An einem Ende werden Rohstoffe eingeführt (Schmelzwanne) und am anderen Ende wird geschmolzenes Glas bearbeitet (Arbeitswanne) und entnommen. In der Industrie werden fast ausschliesslich Wannenöfen genutzt;  die Mechanisierung ermöglicht hohe Produktionsraten.

Die ersten Wannenöfen erschienen im 19. Jahrhundert. Die sich verändernden wirtschaftlichen und ökologischen Umstände erfordern jedoch eine ständige Anpassung und Verbesserung der Anlagen.

Die Lebensdauer – die so genannte «Ofenreise» oder «Kampagne» – eines Wannenofens beträgt maximal etwa 12 Jahre. ThermoFisher in Romont muss seinen Ofen bereits nach 6 Jahren erneuern.

In einem Abkühlungsofen wird das Glas langsam abkühlt, damit es nicht zerbricht

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